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COPD ist eine Abkürzung für „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ bzw. „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“. Es handelt sich um eine langsam verlaufende und somit schleichend entstehende, fortbestehende (= chronische) Lungenkrankheit. Gekennzeichnet ist sie durch eine zunehmend schlechter werdende Lungenfunktion infolge einer Verengung (= Obstruktion) der Atemwege.

Dafür verantwortlich sind im Groben zwei Lungenveränderungen, die bei COPD einzeln oder in Kombination auftreten können:

  • chronisch obstruktive Bronchitis (dauerhafte Entzündung und Verengung der Bronchien) und/oder
  • Lungenemphysem (krankhafte Überblähung der Lunge)

Die COPD ist eine sehr häufige Erkrankung, in Deutschland sind etwa 13 Prozent der über 40-Jährigen Menschen betroffen. Nach Schätzungen der WHO („World Health Organisation“) ist die COPD derzeit die dritthäufigste Todesursache, nach der koronare Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfällen .

Der Hauptrisikofaktor ist das Inhalationsrauchen. Für bis zu 90 Prozent aller COPD-Fälle ist das Tabakrauchen verantwortlich zu machen. Insgesamt entwickelt etwa jeder zweite ältere Raucher eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Dabei gilt: Je mehr man raucht, desto höher ist das Erkrankungsrisiko. Aber auch langjähriges Passivrauchen ist neben verschiedenen anderen inhalativen Schadstoffen ein Risikofaktor.

Typische Beschwerden

Länger andauernder Husten bzw. morgendlicher Husten (oft verbunden mit Auswurf) können das erste Anzeichen einer COPD sein, erst im Verlauf stellen sich auch Belastungsatemnot, Atemnot in Ruhe und Beklemmungen im Brustkorb ein.

Die 3 Hauptsymptome einer COPD sind: Husten, Auswurf, Atemnot.

Die COPD-Symptome können sich plötzlich stark verschlimmern, dies bezeichnet man als Exazerbation. Dann kommt es meist zu Atemnot-Anfällen und verstärktem Husten mit Auswurf. Auslöser hierfür sind meist Infekte.

Wir bieten die gesamte Diagnostik und Therapie der COPD an

Neben der körperlichen Untersuchung, Messungen der Lungenfunktion (Bodyplethysmographie, Bronchospasmolyse-Test), einem Röntgen-Bild der Lunge kann eine Untersuchung des Auswurfes auf Bakterien sinnvoll sein.

Die COPD wird nach den Kriterien der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) in vier Klassen und vier Patientengruppen eingeteilt. Der Schweregrad der COPD wird dabei in zwei Schritten ermittelt. Er richtet sich nach

  • der Lungenfunktion,
  • der Anzahl von deutlichen Verschlechterungen der Symptome (Exazerbationsrate) und
  • dem Ergebnis eines Patienten-Fragebogens (COPD Assessment Test) zu den Symptomen.

Um diese Parameter zu erfassen, bitten wir unsere Patientinnen und Patienten bei jeder Kontrolluntersuchung um das Ausfüllen entsprechender Fragebögen.

Die Therapie besteht neben dem dringlich gebotenen Rauchverzicht (Raucherentwöhung) in einer inhalativen Therapie.

Bei der Therapie der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)  ist eine Heilung nicht möglich, da die Schädigungen der Atemwege und des Lungengewebes nicht rückgängig zu machen sind. Die Therapie soll hauptsächlich

  • Symptome, die Anfallshäufigkeit (Exazerbation, Definition siehe oben) und das Fortschreiten der Lungenkrankheit verringern,
  • die Lungenfunktion und damit die Lebensqualität verbessern bzw. erhalten,
  • Komplikationen vorbeugen.

Die Wirksamkeit der Therapie muss regelmäßig überprüft werden und die Therapie ggf. angepasst. Neben der Verabreichung der inhalativen Medikamenten überprüfen wir die Atmung im Schlaf (COPD/Schlafapnoe-Overlap). Wir machen ggf. Blutgasanalysen um die Notwendigkeit einer dauerhaften Sauerstoffgabe zu erkennen oder prüfen Möglichkeiten der endoskopischen Lungenvolumenresektion (hier Kooperation mit ausgewiesenen Zentren). Wir leiten bei Bedarf Rehabilitationsmassnahmen ein und stellen Überweisungen zu anderen Fachärzten aus, um häufige Begleiterkrankungen der COPD adäquat zu behandeln (Depression, Herzschwäche, Osteoporose usw.). Die notwendigen Impfungen führen wir ebenfalls durch und schulen unsere Patienten im Umgang mit der Erkrankung.

Wir helfen Ihnen, den Verlauf der COPD durch folgende Maßnahmen positiv zu beeinflussen:

  • Mit dem Rauchen aufhören. Tabakrauch schädigt die Lunge immer weiter, deshalb lohnt sich der Rauchstopp unabhängig davon, in welchem Stadium der COPD man sich befindet. Lassen Sie sich ggf. zur Raucherentwöhnung beraten.
  • Körperlich aktiv sein, denn Bewegung tut nicht nur der Lunge, sondern auch der Selle gut. Wir können die Teilnahme an einer Lungensportgruppe (vielleicht gibt es hier einen Link) vermitteln, diese Übungen können Sie dann auch regelmäßig zu Hause ausführen.
  •  Vermeiden Sie sowohl Untergewicht als auch starkes Übergewicht.
  • Impfen lassen. Wir führen Grippeschutzimpfung (jährlich) und Pneumokokken-Schutzimpfungen durch.
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